Modellbezeichnungen

und ihre Bedeutung

 


 

 

CADILLAC

Der Name Cadillac geht zurück auf den französischen Ritter Antoine de la Mothe Cadillac,der im 18. Jahrhundert den Ort ,Ville d'Etroit" (= Sternenstadt) gründete.Später wurde daraus die Stadt Detroit. Der dort lebende Konstrukteur Henry Martin Leland, der zuvor bei Henry Ford gearbeitet hatte, benannte das von ihm gegründete Autowerk nach dem Gründer seiner Heimatstadt.

BIARRITZ

Der ELDORADO BIARRITZ ist benannt nach der gleichnamigen Stadt an der südfranzösischen Küste. Von 1956 bis 1963 war BIARRITZ die Bezeichnung für die offene Version der ELDORADO-Serie, in den achtziger Jahren wurde so die Luxusversion des ELDORADO bezeichnet

 

BROUGHAM

Diese Modelle sind benannt nach dem amerikanischen Karosseriebauunternehmen BROUGHAM, welches zur General Motors-Gruppe gehört. Die mit BROUGHAM bezeichneten Modelle sind Cadillacs größte und teuerste Luxuslimousinen und rangieren über den FLEETWOOD-Modellen. Zeitweise hießen diese Luxusfahrzeuge auch FLEETWOOD BROUGHAM. Der erste ELDORADO BROUGHAM erschien 1957. BROUGHAM-Karosserien gibt es auch bei anderen GM-Divisionen (z.B. Oldsmobile)

 

DE VILLE

ville (frz.) = Stadt; Diese Serie ist gedacht als Stadt- und Freizeitfahrzeug, das universal für geschäftliche und repräsentative Zwecke genutzt werden soll. Sie besteht zumeist aus einer Limousine (SEDAN DE VILLE) und einem Zweitürer (COUPE DE VILLE). Zeitweise gab es auch ein Cabriolet (CONVERTIBLE DE VILLE). Der De Ville ist ein Zwilling der Basismodellreihe SERIES SIXTY-TWO

 

CALAIS

Diese Modellreihe ist benannt nach der gleichnamigen Stadt im Norden Frankreichs. Sie erschien erstmals 1965 als neues Basismodell und löste damit den SERIES SIXTY-TWO ab. Den CALAIS gab es als zweitüriges Coupé und als viertürigen Sedan

 

ELDORADO

Dieses Luxuscabriolet ist benannt nach der mexikanischen Goldgräberstadt El Dorado (span. = ,,der Vergoldete"); die Tradition, ,,ELDORADO" zu schreiben, geht vermutlich auf einen Schreibfehler bei der Namensfindung zurück. Der ELDORADO erschien erstmals 1953 als Sondermodell auf Basis des CONVERTIBLE SERIES SIXTY-TWO das sich durch die Panoramascheibe und den Hüftschwung in der Karosserie vom Basismodell unterschied. In den folgenden zwei Jahren fiel er durch eine geänderte Heckpartie auf. 1956 erschien die geschlossene Variante ELDORADO SEVILLE, die fünf Jahre lang produziert wurde. Im gleichen Jahr bekam die offene Version die Zusatzbezeichnung BIARRITZ, die bis 1963 Verwendung fand. 1964 erhielt der ELDORADO, den es nur noch als Cabriolet gab, die Zusatzbezeichnung FLEETWOOD. Seit 1967 ist der ELDORADO auch wieder als geschlossenes Coupé erhältlich; 1985 wurde die Produktion der offenen Version komplett eingestellt. Seit dieser Zeit ist BIARRITZ die Bezeichnung für eine gehobene ELDORADO-Ausstattung und der Name FLEETWOOD ist nicht mehr Bestandteil der ELDORADO-Serie

FLEETWOOD

Diese Fahrzeuge sind benannt nach der amerikanischen Karosserieschmiede FLEETWOOD, die seit 1926 der GM-Gruppe angehört und von Cadillac übernommen wurde; nach der Übernahme verwendete Cadillac diesen Namen als Typenbezeichnung für große Luxuslimousinen. Zwischen 1964 und 1986 trug auch der ELDORADO den Beinamen FLEETWOOD Von 1938 bis 1970 gab es den FLEETWOOD SIXTY SPECIAL mit gehobener Ausstattung. Seit 1965 gab es den FLEETWOOD BROUGHAM, der sich durch ein geändertes Design von den FLEETWOOD SIXTY - SPECIAL Modellen unterschied.

 

FLEETWOOD SERIES 75

Der Cadillac Fleetwood Series Seventy-five ist eine im Radstand verlängerte und im Dachaufbau höher konstruierte Version der regulären Fleetwood- Modelle, die als Staatskarosse für Repräsentationszwecke oder als Diplomatenfahrzeug konzipiert wurde. Er erschien erstmals 1936 und wurde bis in die achtziger Jahre gebaut. Seit den sechziger Jahren gibt es von freien Anbietern (z.B. Hess & Eisenhardt, Dillinger Coach Corp., Armbruster-Stageway etc.) nachträglich gestreckte Cadillac-Limousinen, die den aufwendig produzierten Series Seventy-five langsam aber sicher vom Markt verdrängten. Da es sich bei diesen Firmen in der Regel um Kleinserienhersteller handelt, die nicht an eine Fließbandproduktion gebunden sind, ist ihnen die Reaktion auf spezielle Kundenwünsche in Gestaltung, Länge, Ausführung, Interieur und Panzerung einer jeden Stretchlimousine viel einfacher möglich, als jeder Automobilkonzern es zu beherzigen vermag.

SEVILLE

Der Cadillac SEVILLE wurde benannt nach der spanischen Stadt Sevilla, die international unter dem verwendeten Namen bekannt ist. Von 1956 bis 1960 war der SEVILLE die geschlossene Version des Eldorado. 1975 ließ Cadillac diesen Namen für eine kompakte Limousine wieder aufleben.

SIXTY - SPECIAL

Der FLEETWOOD SIXTY - SPECIAL ist eine Limousine der Luxusklasse, die mit exklusivem Design und einer Menge technischer Features aufwartet. In den meisten Fällen ist er mit mehr Chromschmuck bestückt als alle anderen Cadillacs. Oft ist er zu erkennen an einer Designblende über den hinteren Kotflügeln.

SIXTY - TWO

Der Cadillac SERIES SIXTY - TWO ist das Basismodell, das es zumeist als zweitüriges Coupe, als viertürigen Sedan und als Cabriolet gab. Bis auf die Ausstattung und den Schriftzug ist diese Serie zumeist mit der DE VILLE-Baureihe identisch.

ALLANTÉ

Der Allanté ist ein sportlicher 2+2-Sitzer, der von 1987 bis 1993 ausschließlich als Roadster mit Aluminium-Hardtop angeboten wurde. „Allanté ist ein per Computer ermitteltes Designwort, das in keiner Sprache existiert, jedoch überall auf der Welt positiv aufgenommen wird. Kreiert wurde die Bezeichnung „Allanté“ mit der Absicht, eine Komposition aus Eleganz, Solidität, amerikanischer wie europäischer Aura und „einem Hauch von Chanel“ (aha, daher also der Akzent auf dem „e“) zu präsentieren. Von Pininfarina gezeichnet, wurde er in der wohl aufwendigsten Weise der Cadillac-Geschichte gefertigt: Die in Detroit gebauten Großserienchassis wurden mit eigens dafür umgerüsteten Boeing-747-Transportjets nach Turin geflogen. Dort wurden sie bei Pininfarina gekürzt und mit der Karosserie versehen. Die Endfertigung wurde wiederum in Detroit vorgenommen. Dieser extrem hohe Aufwand und die im Vergleich dazu geringen Produktionszahlen garantieren dem Allanté ein Dasein als Klassiker der Zukunft.

CATERA

Bei diesem Modell handelt es sich um eine (bislang ausschließlich) in Deutschland gefertigte US-Luxusversion des Opel Omega B. Der Catera rundet seit 1996 das Modellprogramm nach unten ab und hat den Auftrag, die etwas jüngere Klientel für die Traditionsmarke Cadillac zu begeistern. Catera ist ein Kunstwort, dem keine wörtliche Bedeutung beigemessen wird. Es soll in jeder Sprache den Hauch von Eleganz, Moderne und europäischer Dynamik vermitteln.

CIMARRON

Der Cimarron ist die Luxusversion des weltweit produzierten GM-J-Car (Chevrolet bzw. Vauxhall Cavalier, Opel Ascona, Isuzu Florian Aska etc.). Das eindeutig kleinste aller Cadillac-Modelle ist benannt nach einem mexikanischen Fluß. Er rundete von 1982 bis 1988 das Modellprogramm als sportliche Kompaktlimousine mit europäischem Flair nach unten ab. Da der Amerikaner jedoch mit "Cadillac" nicht eben eine derartig kompakte Limousine verbindet, hielt sich auch der Verkaufserfolg des Cimarron in engen Grenzen, so daß er 1989 ersatzlos aus dem Programm gestrichen wurde. Wohl wissend, daß man sich mit einem solchen Modell innerhalb einer Luxuswagenflotte auf ein recht dünnes Eis begibt, wurde das Modell als „Cimarron by Cadillac verkauft, um ihm den Status einer eigenen Sub-Division unter Cadillac-Regie zu verleihen. Erst mit der Einführung des Catera bekam der Cimarron 1996 einen ideologischen Nachfolger, der jedoch für europäische Verhältnisse deutlich höher angesiedelt ist.

ESCALADE

Escalade (franz.) = Ersteigung, Erstürmung, Erklimmung; Der Cadillac Escalade ist gewissermaßen die Edelausgabe des Chevrolet Tahoe und unterscheidet sich von diesem vornehmlich in Ausstattung, Technik und Designeelementen. General Motors präsentiert hiermit den konzerneigene Beitrag für die relativ junge Kategorie der SUV (Sport Utility Vehicles = sportlich angehauchte Geländewagen, die für den Offroad-Einsatz ebenso zu teuer wie zu schade sind), die von weiteren Herstellern wie Lincoln, Infinity (Nissan) und Lexus (Toyota) ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile wird er als LUV (Luxury Utility Vehicle) angeboten. Es dürfte sich unter Fans wohl um das umstrittenste Modell der gesamten Cadillac-Produktion handeln, da es sich doch – konstruktionsbedingt - am weitesten von der Ideologie der luxuriösen Oberklasse-Limousinen bzw. Cabriolets weg bewegt.

IMAJ

image, franz. = Abbildung; Der Name dieser 2000er Mixtur aus Großraumlimousine und Reisefahrzeug ist vermutlich von der Idee beeinflußt worden, altbekannte Worte mit modernen Schreibweisen zu stylen bzw. „aufzuwerten“. Die Wahrscheinlichkeit, daß General Motors Legastheniker in der Werbeabteilung beschäftigt hat, ist doch eher gering, wenn auch nicht auszuschließen. Der Imaj ist das zweite Modell aus der „Art and Science “-Serie, welche die neue Firmenphilosophie als Kombination klassischer Elemente mit futuristischem Design darstellt. Spätestens seit dem Evoq haben wir uns jedoch an Typenbezeichnungen gewöhnt, die man sich beim ersten Lesen nicht auszusprechen traut, bis daß einem ein Fachkundiger Mensch erzählt hat, wie das heißen soll! Auf weitere Neologismen aus der GM-Marketing-Abteilung darf man gespannt sein!

EVOQ

evoquer, franz. = zitieren, vergegenwärtigen; Der Evoq von 1999 ist das erste Modell der neuen Firmenphilosophie "Art and Science", die geschickt zukunftsweisendes Design mit klassischen Elementen verbindet, ohne auf der modischen Welle des Retro-Designs mitzuschwimmen. Es handelt sich um einen zweisitzigen Roadster, der die Metamorphose vom Technologieträger zum Serienmodell durchläuft. An ihm werden sich auch künftige Modelle orientieren; in zeitgenössischer Optik vergangene Stilelemente "zitieren".

VIZÓN

Mit diesem Modell stellt Cadillac das erste Concept Car von 2001 vor. Es handelt sich um ein Freizeitfahrzeug, das in gewisser Weise die imaginäre Lücke zwischen dem Sport Performance Wagon „Imaj“ und dem Sport Utility Vehicle „Escalade“ schließen soll. Der Vizón ist ein weiteres Exemplar aus der „Art & Sciance“-Serie, was unverkennbar am kantigen Design und den vertikalen Leuchteinheiten zu erkennen ist. Auch „Vizón“ ist wieder mal einer der phantasiereichen Neologismen aus der GM-Marketing-Abteilung. Es existiert so in keiner Sprache, suggeriert jedoch weltweit Fortschritt (Verwendung von „v“ und „z“) und Eleganz (speziell durch den Akzent auf dem „o“, der von rein designtechnischer Natur sein dürfte. Phonetisch hat er jedenfalls keine Auswirkung). Die Ähnlichkeit zu „Vision“ (übrigens auch ein aktuelles Chrysler-Modell) ist durchaus beabsichtigt.